Samstag, 29. November 2014

Wie Friedrich Koenig mit der Erfindung der Schnellpresse die Medienwelt revolutionierte

Von Ralf Keuper

Allzu leicht wird vergessen, dass technologische Neuerungen in erheblichem Umfang zum Siegeszug der Printmedien beigetragen haben. Einer dieser Wegbereiter war, neben Johannes Gutenberg, ohne Zweifel Friedrich Koenig, der als Erfinder der Schnellpresse und als Gründer des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer in die Medien- und Wirtschaftsgeschichte eingegangen ist. Die in Würzburg, dem Stammsitz von Koenig & Bauer, erscheinende Mainpost erinnert in dem lesenswerten Artikel 200 Jahre Zylinderdruckmaschine – Die Erfindung von KBA-Gründer Friedrich Koenig veränderte die Medienwelt an dieses denkwürdige Ereignis, das sich am 29. November 1814 zutrug. Gleichfalls lesenswert ist der schon etwas ältere Artikel Rotierende Revolution

Friedrich Kasischke zeichnet in seinem Buch Friedrich Koenig. Erfinder der Druckmaschine und Vollender der Gutenbergschen Druckkunst das Wirken Friedrich Koenigs nach. 
Informativ ist auch der Beitrag Druckmaschinen damals und heute.

Noch heute zählt Koenig & Bauer zu den größten Druckmaschinenherstellern der Welt. Im Zuge der Finanzkrise und als Folge der Digitalisierung, geriet Koenig & Bauer, ebenso wie die anderen Druckmaschinenhersteller Heilderberger Druck und MAN Roland, vor einigen Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Während dem Weltmarktführer Heidelberger Druck eine Staatshilfe in Höhe von 850 Millionen Euro gewährt wurde, schaffte es Koenig & Bauer aus eigener Kraft, wenngleich verbunden mit einem deutlichen Personalabbau, die Krise zu meistern. Nicht zu Unrecht sah man bei Koenig & Bauer in der Staatshilfe für Heildelberger Druck eine klare Wettbewerbsverzerrung.  

Die glorreichen Zeiten sind für die Druckmaschinenhersteller indes vorbei. Die aktuelle Medienrevolution läuft weitgehend an ihnen vorbei. 

Mittlerweile konzentriert sich Koenig & Bauer, wie überhaupt die Druckmaschinenbranche, verstärkt auf das Geschäftsfeld Digitaldruck. Parallel dazu versucht das Management die Abhängigkeit vom Mediengeschäft zu verringern. Die Umstrukturierung ist bei KBA noch nicht abgeschlossen.

Weitere Informationen:

Koenig & Bauer mit weniger Umsatz und roten Zahlen



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