Freitag, 4. September 2015

Wohin entwickelt sich die Fotoindustrie?

Von Ralf Keuper

Die vielzitierte Digitalisierung forderte in der Fotoindustrie ihre ersten Opfer. Prominentestes Beispiel ist wohl Kodak. Die Nutzer stellen an die Qualität der Fotos - in ihrer Mehrzahl - nicht so hohe Ansprüche, wie das die Profis der analogen Fotografie noch heute tun. Für die meisten reicht bereits das Smartphone, dessen Bildqualität kontinuierlich zunimmt. Die analoge Fotografie stirbt lansam aus

Wie soll die Fotoindustrie auf diesen Wandel reagieren, fragt nicht nur die FAZ in Wohin entwickelt sich die Fotografie?. Es geht dabei um mehr, als nur um Qualitätsfragen. Im Zentrum steht die Frage nach der Bildhoheit:
Wer die Hoheit über die Bilder - und damit deren Daten - hat, der verfügt über ein enormes Wertschöpfungspotential. Wir sind davon überzeugt, dass die Imagingbranche wesentliche Teile der Bilder-Hoheit zurückerlangen wird, da sie über die notwendigen Ideen, Technologien und Erfahrungen verfügt, um den Konsumenten attraktive Bildservices anzubieten und um die Bilddaten qualifiziert zu analysieren.
So weit die Theorie. Der Verband spricht bereits von einem "Imaging Ökosystem", das die Hersteller aufbauen und pflegen müssen; natürlich mit der Cloud. 

Anderseits will die Branche aber nicht von ihrem ästhetischen Anspruch ablassen, demzufolge das Fotografieren mehr als nur aus Selfies oder anderen Momentaufnahmen besteht, die ihre Entstehung mehr einer Laune als einem künstlerischen Impuls verdanken. Aber auch hier gibt es Unterschiede, wie das Beispiel der Instagram-Fotografie zeigt

Zugegeben: Ein schwieriger Spagat, den die Branche hier vollziehen muss. 

Kommentare:

  1. Hallo Ralf.
    Aufmerksam habe ich deinen Bericht gelesen. Es ist wirklich ein spannendes aber sehr kompliziertes Gebiet. Natürlich will kein professioneller Fotograf seinen Job verlieren, andererseits müssen sich Fotografen auch dem Thema widmen und Ideen zulassen. Wichtig ist es sich gut und kritisch mit den Möglichkeiten auseinander zu setzen aber eben immer auch offen zu sein für Neues.

    Aufgrund der App-Anfrage eines kleineren Unternehmens in der Fotoindustrie haben wir uns Gedanken über Potenzial und Risiken von Apps für Fotoprodukte gemacht.
    Merke: In den Smartphones schlummert definitiv Potential für die Fotoindustrie, allerdings müssen einige Kriterien erfüllt sein, damit eine App erfolgreich ist.

    Im Blog und enthaltener Slideshow geben wir nähere Auskünfte:

    Erfolgskriterien für Apps in der Fotoindustrie

    Vielleicht kann es ja jemandem helfen :)

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    1. Hallo Johanna,

      vielen Dank für den Kommentar und die wichtigen Hinweise. Bin sicher, sie werden einigen eine Hilfe sein.

      Viele Grüße

      Ralf Keuper

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